Männer!
Dies ist der Moment, in dem ich Antworten brauche. In meiner Bewerbung hatte ich schon kurz umrissen, nachstehendes System VGA-mäßig aufpeppen zu wollen.
Desktopgehäuse mit
:unwuerdig: P3-S 1400@1469 1.45V mit Verax P14
TUSL2-C
Hercules 3D Prophet 8500 128MB passiv mit Zalman ZM 80 A HP
2 x 256MB Mustang PC 133 2-2-2
Hercules Gamesurround Fortissimo III
ADAPTEC 29160 Ultra 160 SCSI-Controller
ADVANCE USB 2.0 PCI Controller
ADVANCE 2993 FireWire Controller
PIONEER 305S DVD
externes LVD SCSI-Festplattengehäuse mit
1 x IBM Ultrastar 36LP, 36GB
3 x Quantum Atlas V 9.1GB
MS 2K+98SE+98SE+(LINUX vorgesehen)
(AquaMark3: 16.412 / 1941 Render / 5302 Simulation)
Die Grundidee war, die 8500er ATI rauszuschmeißen und dafür ein feistes Teil von ATI (z.Zt. denke ich an eine 9800, 9800Pro) einzubauen. Den sich daraus zweifelsohne ergebenden Leistungsoverhead der Graka wollte ich durch eisenharte Qualitätssettings abfischen. Wie gesagt, das war die Idee.
In diesem Zusammenhang landet man natürlich ganz fix beim leidigen Thema AGP-Overclockingfestigkeit moderner ATI's in Verbindung mit 815er Chipsatz (oder BX...), bzw. dem Nichtvorhandensein selbiger.
Die Masterfrage bei der ganzen Geschichte lautet deshalb zunächst: Bringt es leistungsmäßig etwas, wenn so ein System gezwungenermaßen spezifikationsnah (1400/133/66) gefahren wird? *fragender Blick zu OgreGT* Oder ist das eine eher sinnfreie Aktion, da derartige Grafikboliden erst mit höherem CPU-Takt ernsthaft skalieren? Predator hatte doch auch mal ein 9700er Review gemacht...
Bezüglich (ATI)/AGP-Festigkeit, habe ich mir folgende Erkenntnisse im Netz zusammengestoppelt:
Das AGP-Businterface befindet sich i.d.R. mit auf dem Grafikchip. Höhere VGA-Chiptemperaturen beeinflussen die AGP-Overclockingfestigkeit negativ.(Tom's Hardware Guide)
Die AGP-Overclockingfestigkeit hängt auch vom Platinenlayout, bzw. von der Güte der Leiterbahnen für die Signalübertragung ab. Trotz gleicher Grafikchips halten die Graka's unterschiedlicher Hersteller unterschiedliche AGP-Takte aus. Einige Hersteller testen die Karten mit 66Mhz Standardtakt – andere eben mit höheren AGP-Takten.(Tom's Hardware Guide)
Die Latenzen des Systemspeichers (CAS 2 oder CAS 3) beeinflussen ebenfalls die AGP-Clockfestigkeit einer Graka. (Tom's Hardware Guide)
Eine getestete, unbekannte 9700er war bereits bei 70Mhz am Anschlag, egal was man an den AGP-Settings (AGP 4x, AGP 8x, AGP-Spannung) drehte. (www.sysopt.com)
HIS-ATI's haben auch schon die 80er Marke genommen (Ich habe das insgesamt 3x gefunden, davon 1x bei H:O!)
Dieter Bürgi, ein Mitglied dieses Forums, verstieg sich unlängst zu der Äußerung, dass RV 360er Chips AGP-mäßig etwas härter drauf sind. Weiß er näheres?
Im Moment klammere ich mich so ein bisschen an die Sache mit dem Platinenlayout. Entweder eine HIS 9800(Pro) oder eine Tyan Tachyon G9800P-M. Letztere wurde nämlich als Overclocking Graka mit eigenem Layout designed. Ins Rund gefragt: „Hat jemand mit diesen Karten Erfahrungen gesammelt?“
Notfalls, wenn gar nichts mehr geht, würde ich auch mein „ATI-MUST-BE“-Dogma kippen (so weich bin ich schon). Irgendwas FX 5900-mäßiges. Das Rechnergehäuse wird ja hinterher zugemacht. Um so ein Geschütz einzubauen ist dann natürlich wieder Dremelaction angesagt. Treiberunterstützung für W98SE kann ich mir dann auch in die Haare schmieren....
Fazit:
Irgendwie ist der ganze halbgare Informationsbrei rund um das AGP-Thema ziemlich öde. Hier wird mal eine ATI getestet, die 80Mhz AGP aushält. Dann ist wieder bei 70Mhz Sendepause. Über Tests an R350er Graka's im Zusammenhang mit AGP-Festigkeit habe ich z.B. gar nichts gefunden. Über FX Karten wird auch nur spekuliert; man extrapoliert einfach die positiven Erfahrungen der Vergangenheit.
Wer kann mal was erhellendes beitragen?
Wäre es sinnvoll, eine AGP-Overclockingdatenbank, z.B. für Graka's mit R3xx und FX Chipsatz (-> Graka-Hersteller, Chipsatz, max. AGP, Randbedingungen) anzulegen?
Frohe Weihnachten!
Coaster
