Lieferumfang
Hier mal ein Foto von dem Krempel, den man bekommt:

Man bekommt einmal die Kamera, ein dünnes Handbuch, das man eigentlich nur für die Menüführung braucht, ein USB-Kabel, ein A/V-Kabel, Silikongel (mit der Aufschrift "do not eat silicone grease") und diverses Befestigungsmaterial.
Die Kamera selbst
Die Kamera ist recht einfach aufgebaut, hinten lässt sich der Deckel abschrauben, drunter ist ein SD-Kartenslot (maximal 2 GB, FAT16 formatiert), Buchsen für USB und A/V Kabel, sowie das Batteriefach für zwei Mignonzellen. Zur Laufzeit kann ich nichts sagen, so viel hab ich noch nicht gefilmt.
Die Steuerung der Kamera erfolgt über 3 Tasten: "On/off/Enter", "Menu" und die Kamerataste, mit der man dann zu filmen beginnt. Die Tasten sind auch einfach blind zu finden, allerdings muss man auf die On/Off/Enter- sowie die Menu-Taste recht fest draufdrücken, damit sich was tut, da sie wegen der Wasserdichtheit recht dickes Gummizeugs drumrum haben.
Die Menüführung ist etwas seltsam, da ist das Handbuch schon recht nützlich.
Steckt man die Kamera an den Computer an, so wird sie unter Windows, Linux und am Mac sofort erkannt, Treiber braucht man keine - sind auch keine dabei. Die Videos werden als AVI mit Motion Jpeg als Codec und MuLaw für den Ton gespeichert. Den Ton kann man ziemlich vergessen, weil das Mikro irgendwo unterm Gummi ist, und die Audio-Einstellungen mit 8 khz grottenschlecht sind. Fürs Video kann man sich zwischen 640x480, 320x240 und 160x120 entscheiden, jeweils mit 30 oder 15 fps.
Das A/V-Kabel hat auf der Kameraseite einen Kopfhörer-Klinkenstecker, auf der andern Seite einen Composite-Video, und einen Mono-Audio-Stecker. Am Fernseher werden ein paar Buttons für Play, Stop, Rewind, Fast Forward und Löschen eingeblendet, die man auf der Kamera mit der Menu-Taste durchschalten kann, und mit Enter dann betätigen. Man kann also auch ohne Computer die Videos durchschauen, und Spreu von Weizen trennen.
Die Kamera hat übrigens nur ein kleines Display, das die verbleibende Zeit auf der Speicherkarte anzeigt, sowie die aktuellen Einstellungen mit kleinen Icons. Videos löschen kann man da auch, aber nachdem man sie auf der Kamera selbst nicht ansehn kann, macht man das nur, wenn man weiß, dass nix gutes drauf ist. Die Kamera hat kein Video-Display, und auch keinen Sucher, man kann bei der Montage nur abschätzen, was auf dem Video zu sehen sein wird. Allerdings wäre so ein Display bei dem Einsatzzweck wohl eh schnell kaputt.
Wenn man die Kamera unter Wasser nutzen will, wird empfohlen, die Dichtung vorher mit dem mitgelieferten Silikongel einzuschmiern.
Befestigung
Als Befestigungsmaterial gibts ein Band mit Klettverschluss und dickes Gummiband, beides kann man durch eine Platte ziehen, auf die die Kamera aufgesteckt wird.
Alternativ gibts ein Plastiktrum, das man an einem Fahrradlenker festschrauben kann, ist nicht im Bild, weils ichs auf meinen Lenker geschraubt hab.
Ein paar Gummiplatten mit Klebestreifen sind auch dabei, die federn gegen Vibrationen. Außerdem auch kleine Klettverschlussplatten mit klebeseite - falls man aber wirklich die Kamera wo hinkletten will, wird das wohl nicht gut halten.
Den Ring, der um die Kamera herum geht, kann man drehen, falls man die Kamera irgendwo seitlich befestigen will. Oben auf der Kamera gibts eine kleine Linie, an der man sich orientieren kann, damit die Videos nicht zu schief werden. Die Linie findet man auch in 90° Winkeln am drehbaren Ring.
Verarbeitung
Ich hab zwar geglaubt, dass der Deckel hinten aus Gummi ist, es ist aber harter Kunststoff. Die vordere dunkle Teil ist aus Gummi, was fein ist, falls die Kamera mal runterfällt. Das Objektiv ist recht tief darin versenkt, man muss also ziemlich reinstochern, um da etwas kaputtzumachen. Der Stabilität sind wohl auch erweiterte Features, wie eben das fehlende Display, oder Zoom-Modi zum Opfer gefallen. Dafür macht das ganze aber wirklich einen soliden Eindruck, der sich auch bestätigt.
Hier gibts ein nettes Video (nicht von mir), das das demonstriert: ATC 2000 Rocket Ride with Free Fall.
Die Videos
Die Videoqualität ist jetzt nicht so wahnsinnig toll, und auf eine 2 GB Karte geht maximal eine Stunde drauf, aber es macht wirklich Spaß, mit der Kamera zu filmen, besonders weil man eben nicht weiß, wie trashig das ganze wird. Bei diversen Videoportalen à la Youtube findet man auch viele Beispielvideos, der Hersteller bietet auch eine Plattform an: www.myactioncam.de.
Man sollte beim Filmen aufpassen, dass es nicht zu viele Vibrationen und wiederholende auf/ab Bewegungen gibt, da der Chip anscheinend zeilenweise ausgelesen wird, und seltsame wabernde Bewegungen entstehen. Beim Radfahren auf der Straße sollte man die Kamera auf dem Lenker befestigen, im Wald ist wahrscheinlich eine Helmmontage besser. Die Kamera lädt aber auch zu Ausflügen auf Wasserrutschen, Achterbahnen und Fallschirmsprüngen ein.
Hier noch ein Video von mir, im Bild kann man den äußerst knackigen Hintern von thewerner begutachten. Ich habs allerdings etwas zu stark gexvidet, also schauts noch ein bisserl schlechter aus. Außerdem schauts zu weit nach unten, die Sonne steht schon zu tief, usw. Aber für das erste etwas längere Filmchen ists ok: Radlfoan
Wo gibts das Ding?
Hier ein Geizhalslink: Drück mich!
Der Hersteller hat auch einen Onlineshop hier
Außerdem gibts die auch bei Thinkgeek, wo ich sie auch herhabe. Warum sie dort so billig ist (man bedenke den Dollar-Kurs), weiß ich nicht. Wer also grad einen Freund in den USA hat, kanns ja dort hin schicken lassen.